Excite

Die beliebtesten italienischen Gerichte - und wie man sie wirklich zubereitet

Die italienische Küche wird weltweit hoch geschätzt und es ranken sich eine Menge Mythen um sie. In jedem Land werden die Originalrezeptre jedoch (ziemlich kreativ) abgewandelt - und verlieren so oft das typische, wirklich italienische Flair. Italiener erkennen im Ausland ihre eigenen, ganz traditionellen Speisen meist gar nicht mehr wieder und schütten sich entweder vor Lachen aus - oder bekommen geradezu Heulanfälle.

Wie ist das also mit Spaghetti Bolognese, Spaghetti Carbonara, Pizza mit Edamer und Pasta mit Hühnchen in Sahnesoße? Wir verraten Ihnen die Wahrheit über diese Gerichte und wie man die beliebtesten italienischen Gerichte wirklich zubereitet.

Fotos: Twitter

Spaghetti Bolognese - Pasta al Ragù
In Wirklichkeit heißt die beliebte Pasta nicht Bolognese - sondern "al Ragù" Und es handelt sich auch nicht um Hackfleischstückchen, die in einer Tomatensoße schwimmen, sondern um ein mit (oder auch ohne) Tomate eingekochtetes Fleisch-Restegericht. Dazu gehören der Tradition entsprechend allerhand Fleischreste - Hack vom Rind, Leber und Salsicce (rohe, also nicht vorgekochte italienische Würstchen - sehr intensiv im Geschmack).

Um die Pasta al Ragù vorzubereiten, wird erst einmal ein "Trito" vorbereitet - es werden dafür eine Zwiebel, eine Möhre und Sellerie sehr fein gehackt und in etwas Öl angebraten. Dann gibt man das klein gehackte Fleisch mit in den Topf und lässt alles schön anbraten. Gewürzt wird mit etwas Salz, Pfeffer und Kräutern wie Oregano und Lorbeerblättern.

Dann gießt man alles mit Brühe auf, gibt Tomatenmark oder Tomatensaft dazu und lässt alles einkochen - und das sehr lange! Das Ganze muss, damit sie die Geschmäcker gut vereinen und die Tomate gut verkocht, drei bis vier Stunden (!) leicht köcheln. Zwischendurch umrühren nicht und eventuell mehr Brühe dazu geben, damit nichts anbrennt.

Zum Schluss kann man, wenn man will, mit etwas Milch verfeinern - das muss aber nicht sein. Serviert wird das Ragù mit Bandnudeln auf Eierbasis und viel Parmesan. Und die Nudeln dürfen nicht schwimmen - das Ragù ist ein eher "trockenes" Gericht.

La Carbonara
Wenn man Italienern beschreibt, wie die Carbonara in Deutschland gemacht wird, dreht sich fast allen der Magen um. Entgegen aller vermeintlich original italienischen Rezepte hat dieses traditionelle Gericht nichts mit Sahne oder Schinken, und schon gar nichts mit Pilzen oder Erbsen zu tun. In Wirklichkeit besteht die Carbonara aus Eiern - rohen Eiern. Und ganz original wäre das Rezept sogar nur mit dem Eigelb. Außerdem gehören Pancetta (italienischer Bauchspeck) und viel Pfeffer dazu.

Um die Carbonara nach Originalrezept vorzubereiten, setzt man Wasser für die Spaghetti auf. Bis das Wasser kocht, brät man in kleine Stücke geschnittenen Pancetta scharf an - man braucht dafür kein Fett - der fette Speck verliert genug beim Braten und die Stücke sollen hinterher nicht vor Fett triefen, sondern ganz knusprig sein!

Dann schlägt man die Eier in eine große Schüssel (hier muss später auch die gesamte Pasta hinein passen). Man rechnet meist 1,5 bis zwei Eier pro Person. Gemischt wird die Eimischung mit geriebenem Parmesan, etwas Salz und viel Pfeffer.

Dann werden die Spaghetti "al dente" gekocht - und aufgepasst: das heißt bissfest, nicht zerkocht! Dann die Pasta abgießen und heiß in die Eimischung geben - gut umrühren. Das Ei stockt unter der Hitze der Pasta - darf aber nicht nochmal zum Kochen gebracht werden - sonst würde es zu einer "Frittata" , das Ei soll aber cremig bleiben. Dann rührt man die Pancetta-Stückchen unter und serviert mit Parmesan - und wer will - mit noch mehr Pfeffer.

La Carbonara
Wenn man Italienern beschreibt, wie die Carbonara in Deutschland gemacht wird, dreht sich fast allen der Magen um. Entgegen aller vermeintlich original italienischen Rezepte hat dieses traditionelle Gericht nichts mit Sahne oder Schinken, und schon gar nichts mit Pilzen oder Erbsen zu tun. In Wirklichkeit besteht die Carbonara aus Eiern - rohen Eiern. Und ganz original wäre das Rezept sogar nur mit dem Eigelb. Außerdem gehören Pancetta (italienischer Bauchspeck) und viel Pfeffer dazu.

Um die Carbonara nach Originalrezept vorzubereiten, setzt man Wasser für die Spaghetti auf. Bis das Wasser kocht, brät man in kleine Stücke geschnittenen Pancetta scharf an - man braucht dafür kein Fett - der fette Speck verliert genug beim Braten und die Stücke sollen hinterher nicht vor Fett triefen, sondern ganz knusprig sein!

Dann schlägt man die Eier in eine große Schüssel (hier muss später auch die gesamte Pasta hinein passen). Man rechnet meist 1,5 bis zwei Eier pro Person. Gemischt wird die Eimischung mit geriebenem Parmesan, etwas Salz und viel Pfeffer.

Dann werden die Spaghetti "al dente" gekocht - und aufgepasst: das heißt bissfest, nicht zerkocht! Dann die Pasta abgießen und heiß in die Eimischung geben - gut umrühren. Das Ei stockt unter der Hitze der Pasta - darf aber nicht nochmal zum Kochen gebracht werden - sonst würde es zu einer "Frittata" , das Ei soll aber cremig bleiben. Dann rührt man die Pancetta-Stückchen unter und serviert mit Parmesan - und wer will - mit noch mehr Pfeffer.

Pizza mit Edamer-Käse belegen
Nein - die Pizza wird mit Mozzarella belegt und die Wal hat man zwischen Kuhmilchmozzarella und Büffelmozzarella. Pizzen mit anderen Käsesorten sind eher amerikanische Erfindungen. Auch die Pizza Hawaii gibt es gar nicht in Italien. Das ist eine Erfindung, die auf den Hawaii-Trend der 60er Jahre anlehnt, Schinken mit Ananas zu kombinieren. Was es allerdings durchaus in Italien gibt, sind Pizza mit Kartoffel (und Rosmarin und Mozzarella) und "deutsche Pizza", belegt mit Würstchen und wahlweise sogar mit Sauerkraut! Kaum zu glauben.

DIE italienische Pizza gibt es im Übrigen nicht - in jeder Region in Italien wird sie anders zubereitet. Die neapolitanische Pizza ist aber am bekanntesten und sehr beliebt. Die Merkmale sind: Ein weicher, gummiartiger und dicker Rand, in der Mitte ist sie hingegen sehr dünn. Die römische Pizza steht komplett im Kontrast dazu - sie ist hauchdünn und sehr krokant. In anderen Regionen ist die Pizza hoch wie ein Brot - und wird auch so gegessen. Und Pizza wird eigentlich mit Bier kombiniert - nicht mit Wein!

Das Geheimnis der italienischen Pizza besteht übrigens darin, den Teig sehr lange gehen zu lassen - durchaus auch mehr als einen Tag lang. Und gebacken wird sie im Holzofen - nicht im Steinofen (weil der Ofen mit Holz befeuert wird) und das bei 400 Grad! Zuhause kann man das so natürlich nicht nachahmen.

Das Geheimnis der italienischen Pizza besteht übrigens darin, den Teig sehr lange gehen zu lassen - durchaus auch mehr als einen Tag lang. Und gebacken wird sie im Holzofen - nicht im Steinofen (weil der Ofen mit Holz befeuert wird) und das bei 400 Grad! Zuhause kann man das so natürlich nicht nachahmen.

Ein Cappuccino nach dem Essen
Wenn Sie das tun, werden Sie sofort als Deutscher entlarvt. Der Café nach dem Essen soll eigentlich beim Verdauen helfen (und ein bisschen aufwecken nach der Mahlzeit). Ein Milchprodukt bewirkt genau das Gegenteil - es verlangsamt die Verdauung noch zusätzlich. Den Cappuccino trinkt man ausschließlich morgens zum "Cornetto" in der Bar.

Pasta mit Hühnchen in Sahnesoße
Dieses Gericht gibt es in Italien überhaupt nicht - das ist eine rein für die Deutschen erfundene "italienische Spezialität". Die Italiener essen nicht wie die Deutschen alles auf "einem Teller" - also Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, sondern trennen Pasta und Fleisch (oder Fisch).

Sie essen zuerst einen "Primo", ein Nudelgericht. Dann folgt der "Secondo", das Fleisch oder Fischgericht. Die Portionen sind entsprechend kleiner - wer sich immer schonmal gefragt hat, weshalb Spaghetti-Portionierer die Portionen sehr klein ausfallen lassen: Das ist die Begründung. Für einen Primo zählt man ca 70 - 80 Gramm Pasta pro Person - mehr nicht!

Auch Kartoffel gelten bei den Italienern übrigens nicht als Kohlenhydrat-reiches Element auf dem Teller, das man wahlweise mit Nudeln oder Reis ersetzen kann, sondern als Gemüse. So werden zum Beispiel auch Pizzen mit Kartoffeln belegt oder wie ein Pesto zu den Nudeln gegeben.

Ein weiterer Punkt: Fisch niemals mit Käse! Eine "Pasta con frutti di mare" mit Parmesan? Ein NO GO! Es gibt aber Ausnahmen - Schalentiere wie Garnelen werden im Risotto durchaus mit Sahne eingekocht, aber generell werden Fisch und Milchprodukte nicht gemischt. Das Gleiche gilt für Fisch und Fleisch: Entweder - oder.

Die Italiener legen sehr viel Wert auf ihre Esskultur und darauf, dass Traditionen eingehalten werden - nicht umsonst hat sich die italienische Küche weltweit etabliert als "das beste Essen der Welt".

Ein weiterer Punkt: Fisch niemals mit Käse! Eine "Pasta con frutti di mare" mit Parmesan? Ein NO GO! Es gibt aber Ausnahmen - Schalentiere wie Garnelen werden im Risotto durchaus mit Sahne eingekocht, aber generell werden Fisch und Milchprodukte nicht gemischt. Das Gleiche gilt für Fisch und Fleisch: Entweder - oder.

Die Italiener legen sehr viel Wert auf ihre Esskultur und darauf, dass Traditionen eingehalten werden - nicht umsonst hat sich die italienische Küche weltweit etabliert als "das beste Essen der Welt".

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017