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Coca Colla - Die bolivianische Cola

Das Unternehmen Coca Cola bekommt Konkurrenz, und das auch noch bei ihrem Kernprodukt, der Cola, denn wie die britische Telegraph.co.uk berichtet, will Boliviens Präsident Evo Morales eine eigene Cola auf den Markt werfen. Damit greift Morales den Vorschlag von Koka-Bauern auf, die das Getränk unter dem Namen Coca Colla vertreiben wollen. Das Coca leitet sich natürlich von den Koka-Pflanze ab, die als kulturelles Erbe in der Verfassung von Bolivien eingetragen ist.

Mit dem Wort Colla bezeichnet man die Hochlandindianer Boliviens, so dass auch hier wieder eine Verwurzelung in der Geschichte des Landes zu finden ist. In Bolivien hat die Nutzung der Kokapflanze eine Jahrhunderte lange Tradition. Morales, der selbst ein Koka-Bauer gewesen ist, ist bekannt dafür, dass er den Anbau der Kokapflanzen befürwortet und will mit der Limonade das Kokablatt international etablieren.

In unseren Breitengraden wird die Kokapflanze immer mit dem in einem chemischen Verfahren aus ihr gewonnenen Kokain in Verbindung gebracht, weswegen der vermehrte Anbau der Kokapflanze in Bolivien ein Dorn im Auge der US-Antidrogenbehörde DEA ist. Ihren Erkenntnissen nach sollen in Bolivien 113 Tonnen Kokain produziert werden. In Bolivien sichert der Anbau der Pflanze vielen Bauern ihren Tagesunterhalt, so dass die Interessenskonflikte zwischen den Ländern nicht größer sein dürften. Mit der Coca Colla, die Boliviens Präsident Morales produzieren will, wird es kaum besser werden dürfen.

Bild: JT Kendall (Flickr), Erik Pitti (Flickr)

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