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Die Tricks der Hersteller - 10 Lebensmittel-Lügen

Auf das Etikett sollte man bei Nahrungsmitteln nicht vertrauen, denn Hersteller tricksen, wo es nur geht. Zwar schreibt das Gesetz ein paar Richtlinien vor, Ausnahmen und Schlupflöcher gibt es aber immer. Wer also blind darauf vertraut, was auf den Verpackungen steht, packt mit Sicherheit auch Mogelpackungen in seinen Einkaufskorb.

Das sind die 10 größten - und legalen - Produkt-Lügen im Überblick:

Der Produktname:
Produkte mit dem Namen "Crispy Chicken" haben meist nur sehr entfernt etwas mit Hühnchen zu tun. Oft handelt es sich um gepresste Fleischreste und ein Großteil vom Fleisch wird durch Haut, Knochen und Weizeneiweiß ersetzt. Ähnlich sieht es bei Joghurt aus: Erdbeerjoghurt enthält in den meisten Fällen gar keine Erdbeeren, sondern lediglich Aromen. Die korrekte Bezeichnung lautet daher: "Milchmischgetränk mit Erdbeergeschmack".

Die Fleischart:
In Geflügelwienern steckt nicht unbedingt nur Geflügelfleisch. Es ist nicht gesetzlich festgelegt, zu wieviel Prozent Geflügel in einem Geflügelprodukt enthalten sein muss. Oft steckt mehr Schweinefleisch als Geflügel in den Produkten.

Die Produktbilder:
Die Abbildungen - pralle Früchte oder leckere Suppen - sind meist nicht mehr als nur ein "Serviervorschlag". Es lohnt ein Blick auf das Zutatenverzeichnis, um zu verstehen, was wirklich drin ist im Produkt.

Der Alkoholgehalt:
In vielen Salatdressings ist Alkohol enthalten, auch in Erdbeerkonfitüre oder gar Schokoriegeln. Wird der Alkohol nur in geringen Mengen und als Lösungsmittel für Aromen zugesetzt, muss er auf dem Etikett nicht deklariert werden. Einzige Möglichkeit hier wirklich Klarheit zu erlangen, ist beim Hersteller nachzufragen.

Regionale Produkte:
Die Definitionshoheit für die Begriffe "regional" oder "Heimat" liegt vollständig beim Hersteller. Ob auch wirklich alle Inhaltsstoffe aus der Region stammen, bleibt für den Verbraucher unklar.

Geschmacksverstärker:
Produkte die vermeintlich "frei von Geschmacksverstärkern" sind, verwenden oftmals trotzdem genau diese - der Hefeextrakt ist beispielsweise einer der Ersatzstoffe, die nicht als Geschmacksverstärker aufgeführt werden müssen. Begriffe wie "traditionell", "natürlich" oder "nach Hausfrauenart" lenken zusätzlich von künstlichen Zusatzstoffen wie Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen oder Stabilisatoren ab.

Gesunder Zusatznutzen:
Ein vermeintlicher Zusatznutzen, wie etwa "unterstützt das Immunsystem", regt den Verkauf an. Meist ist dieser Zusatznutzen aber ohnehin ein Merkmal des Produkts, so sind Milchprodukte generell "reich an Kalzium" oder "mit der Extraportion Milch".

Die Zutatenliste:
Das Zutatenverzeichnis ist die wichtigste Informationsquelle für den Käufer. Die Regel lautet: Was an erster Stelle steht, ist auch am meisten drin. Manche Erzeugnisse dürfen aber ganz legal ohne die Liste verkauft werden, so Getränke ab einem Alkoholgehalt von 1,2 Prozent (außer Bier), manche Milcherzeugnisse und Produkte mit sehr kleinen Verpackungen.

Die Verpackung:
Das Verhältnis von Inhalt und Verpackung ist nicht gesetzlich geregelt - Hersteller arbeiten daher gerne mit Luft oder doppelten Böden, um ihr Produkt - meist sind es Knabberartikel wie Nüsse oder Chips - größer erscheinen zu lassen.

Lose Nahrungsmittel:
Unverpackte Lebensmittel gelten meist als besonders frisch und werden daher häufig teurer verkauft. Ein Zutatenverzeichnis fehlt ihnen aber und die Qualität der Produkte lässt sich nur schwer beurteilen. Das Verkaufspersonal sollte in diesen Fällen Auskunft über die Zusammensetzung, die Herstellung und die Herkunft geben können. 

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