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Foodwatch: Der "Goldenen Windbeutel 2013" geht an Capri-Sonne

Der "Goldenen Windbeutel" geht in diesem Jahr an den Hersteller der Capri-Sonne. Seit 2009 verleiht die Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch den Negativ-Preis für die dreisteste Werbemasche bei Kinderprodukten.

Angeblich kindgerechte Produkte mit viel Zucker, Fett oder Salz, die mit ungenauen oder gar falschen Versprechungen werben, bekommen alljährlich die "Auszeichnung" verliehen.

Bei einer Internet-Abstimmung bekam das Fruchtgetränk Capri-Sonne der Sisi-Werke die höchste Stimmzahl. Die Verbraucher konnten bis zum 15. Mai 2013 über die unverschämteste Werbelüge abstimmen. Fast 120.000 Verbraucher hätten sich laut der Verbraucherschützer dieses Jahr an der Abstimmung beteiligt. Mehr als 51.000 Stimmen seien auf die Capri-Sonne gefallen. Foodwatch prangert das Unternehmen an, weil es in seinem Marketing gezielt Kinder anspreche. Viele Kinder in Deutschland seien übergewichtig und der Konsum von überzuckerten Getränken sei ohnehin schon viel zu hoch.

Der Hersteller der Capri-Sonne gehört zur Unternehmensgruppe Wild und hat die Nominierung für den "Goldenen Windbeutel" kritisiert. Ihr Produkt liege mit einem Zuckergehalt von zehn Prozent im Mittelfeld und die Werbung für das Fruchtsaftgetränk richte sich überwiegend an Eltern, nicht an Kinder.

Neben der Capri-Sonne standen vier weitere Lebensmittel zur Abstimmung, die nach Ansicht von Foodwatch besonders dreist werben. Platz zwei ging an das Produkt "Monsterbacke Knister" von Ehrmann, Platz drei an "Pom-Bär" von Funny Frisch. "Kosmostars" von Nestlé folgt auf dem vierten Platz und "Paula" von Dr. Oetker ist Letztplatzierter.

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