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Grillen mit Kugelgrill: Große Fleischstücke ganz zart

Das Grillen mit einem Kugelgrill hat einen entscheidenden Vorteil, wenn es um das Garen großer Fleischstücke wie Braten, Enten oder Hähnchen geht. Statt das Grillgut direkt über die Glut zu legen, wird es über eine Schale mit Wasser gelegt. Da die Kohle um die Schale herum verteilt wird, sorgt der Kugelgrill in geschlossenem Zustand für eine gleichbleibende Hitze mit höherer Luftfeuchtigkeit, die das Fleisch vor dem Austrocknen schützt. Das sogenannte indirekte Grillen mit Kugelgrill verhindert außerdem das Entzünden der Kohle durch tropfendes Fett oder Öl.

Erfunden wurde der Kugelgrill im Chicago der Fünfziger Jahre. George Stephan war es leid, herumfliegende Asche vom Gargut zu entfernen und seinen unbeweglichen Ziegelgrill bei Regen sich selbst überlassen zu müssen. Darüber hinaus war er mit der unregelmäßigen Hitzeverteilung auf seinem offenen Grill und dem verbrannten Fleisch unzufrieden, die durch Marinaden und herabtropfendes Fett verursacht wurden. Bei einem Bootstrip kam ihm die rettende Idee, als er eine schwimmende Metallboje sah. Kurzerhand teilte er das gute Stück in zwei Teile, versah es mit Lüftungslöchern und befestigte drei Standbeine an der unteren Hälfte.

Nachdem der Kugelgrill durch diesen Geistesblitz das Licht der Welt erblickte, begann sein Siegeszug. Nach weiteren Modifikationen wie den Rollen an den Füßen gründete George Stephan die Weber-Stephan Products LCC und vermarktete seinen Freiluft-Umluftherd mit großem Erfolg weltweit. Mittlerweile ist das Grillen mit Kugelgrill auch über gas- oder elektrobetriebene Modelle möglich. Selbst ein komplettes Roastbeef oder große Fische lassen sich dank seiner Eingebung zart und schonend grillen. Wer seinem Grillgut eine besondere Note verleihen möchte, kann statt Wasser auch Bier oder Wein zum indirekten Grillen verwenden.

Quelle: grillsportverein.de, chefkoch.de, maennergrill.de
  • Bild:
  • Webergrill

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