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Kunstfleisch - Fleisch aus dem 3-D-Drucker und andere Zukunftsträume

Es gibt viele Möglichkeiten, die Welt zu retten oder zumindest, ihren Untergang durch Umweltzerstörung etwas heraus zu zögern: Fleisch drucken zum Beispiel. Das klingt zunächst ziemlich verrückt, ist aber eine der Möglichkeiten, die sich mit der Erfindung von immer besseren Biotechnologien ergibt.

Problem Fleischkonsum

Der hohe Fleischkonsum in Deutschland ist nicht einfach ein Problem, weil Vegetarier schimpfen, sondern auch, weil die Produktion von Fleisch (von der Zucht bis zur Verarbeitung) viel Energie kostet. Trotzdem ist Fleisch extrem günstig: Der Rinderbraten ist heute längst kein Sonntagsereignis mehr, sondern kann an einem Dienstag immerzu auf den Tisch kommen. Das ist weder der Qualität noch der Tierhaltungsqualität zuträglich. Der andere Aspekt: Viel Fleisch zu essen (also täglich), ist nicht gesund.

Guter Ersatz ist schwer zu finden

Die meisten Ersatzmöglichkeiten für Fleisch sind noch nicht besonders appetitlich: Sich aus Soja einen Burger nachzubauen oder sogar Schnitzel und Steaks zu simulieren ist für die meisten Leute keine angemessene Alternative zu echtem Fleisch. Einschränken wäre natürlich eine Lösung.

Lösungen aus dem Labor

Mittlerweile wird viel an Alternativen zum Fleisch aus dem Tier gearbeitet, die aus dem Labor kommen: Einzelne Zellen von Tieren wachsen in einer Nährstoffumgebung zu Fleischbündeln ohne Nerven und Co. Andere Wissenschaftler versuchen sich daran, Fleisch im 3D-Drucker zu drucken: Dabei wird schichtweise das richtige Biomaterial aufgetragen. Essbare Ergebnisse hat man bis jetzt mit der Petrischalenmethode erzeugt: Ein (alle Forschungskosten zusammengenommen) 250 000 Euro teures Fleischstückchen für Burger wurde schon getestet – Geschmack okay, Konsistenz seltsam.

Alternativen für heute

Wer heute schon und nicht erst in schätzungsweise 25 Jahren etwas an seinem Fleischkonsum ändern möchte, kann zum Beispiel einfach anderes Fleisch kaufen: Kaufland hat gleich zwei Marken für frisches und tiefgekühltes Geflügel im Angebot, die für besonders gute Haltungsbedingungen stehen. Das Fleisch ist dann entsprechend etwas teurer (ein Brathuhn kostet zum Beispiel eher 8 als 5 Euro), aber es überzeugt im Geschmackstest und ist heute schon verfügbar.

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