Excite

Lebensmittel lagern im Sommer: Was kommt in den Kühlschrank? Und was auf keinen Fall?

Im Sommer, wenn die Temperaturen das Thermometer hochklettern, lagern viele ihre Lebensmittel am liebsten im Kühlschrank. Alle Lebensmittel. Aber halten sie dadurch wirklich länger? Und tut das allen Waren wirklich gut?

Die Antwort lautet ganz klar: Nein. Viele Obst- und Gemüsesorten reagieren empfindlich auf Kälte, werden in ihrer Zellatmung gestört oder verändern sogar ihre Zellstruktur. Das Resultat: Vitaminverlust und - Überraschung - eine verkürzte Haltbarkeit. Lesen Sie im Folgenden, was man getrost im Kühlschrank lagern kann und was man besser in der Speisekammer aufbewahrt.

    Twitter

Fleisch, Milch und Fisch

Besonders empfindliche Nahrungsgüter sollte man im Sommer auf jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren. Der TÜV Rheinland rät sogar dazu, diesen bei hohen Außentemperaturen von sieben auf zwei Grad herunter zu regulieren um sicherzustellen, dass sie nicht allzu schnell verderben.

Obst mag keine Kälte

Für Obst ist das viel zu kalt. Viele Sorten bekommen braune Flecken, die Schale verschrumpelt oder bekommt glasige Dellen. Bananen werden in ihrer Zellatmung behindert. Statt länger zu halten, werden sie von außen schwarz und von innen dunkel. Zudem verlieren sie ihr Aroma. Zitrusfrüchte und exotisches Obst, darunter Papayas, Ananas und Mangos, verändern bei Kälte sogar die Struktur ihrer Zellen.

Beeren und Aprikosen bilden eine kleine Ausnahme: Sie sollten zwar unter acht Grad aufbewahrt werden, der Kühlschrank ist dennoch nicht der richtige Ort für sie. besser sind der Keller oder die (kühle) Speisekammer. Wer über keine verfügt, sollte die Waren in das Gemüsefach legen und möglichst schnell verbrauchen.

Kleiner Tipp: Legen Sie das Obst etwa zwei Stunden vor deren Verzehr heraus - dann entfaltet sich der Geschmack besser.

Auch Gemüse "leidet" bei Kälte

Besonders die Sorten, die viel Wasser enthalten, sollte man außerhalb oder nur sehr kurzfristig im Kühlschrank lagern, so beispielsweise Paprikaschoten. Gurken werden glasig, wenn man sie mehr als vier Tage lang unter acht Grad aufbewahrt und Tomaten verlieren bei zu niedrigen Temperaturen wichtige Antioxidantien - also Nährstoffe.

Für Kartoffeln und Kohl gilt, genau wie schon zu "Omas Zeiten": Am besten einkellern. Ideal sind Temperaturen zwischen acht und 16 Grad Celsius.

Blattsalate kann man ins Gemüsefach legen - aber nur für kurze Zeit, sonst werden sie matschig. Noch besser wäre eine Lagerung bei unter acht Grad in einem Vorratsraum oder im Keller.

Brot: Ab in den Kühlschrank?

Brot schimmelt zwar weniger schnell, wenn man es im Kühlschrank aufbewahrt, allerdings wird es schlabberig und verliert an Geschmack. Besser geeignet sind spezielle Brotkörbe, in welchen man jegliche Art von Gebäck oder auch Müsli-Riegel unterbringen sollte.

Olivenöl und Co.

Öl sollte man immer gut verschlossen, dunkel und bei kühlen Temperaturen aufbewahren. Aber auch hier ist der Kühlschrank nicht der richtige Ort, denn dieser ist zu kalt. Bei Temperaturen unter zehn Grad beginnen Öle zu flocken und sie werden trübe. Das beeinträchtigt zwar nicht unbedingt ihre Qualität, ist aber unschön und auch unpraktisch, weil es nicht mehr so gut aus der Flasche fließt.

Vitaminverlust: Bei keiner Lagerung vermeidbar

Verzehren Sie Ihre Lebensmittel immer schnell. Auch bei einer wirklich optimaler Lagerung verlieren die meisten Lebensmittel schnell ihre Nährstoffe und ihren Geschmack. Kaufen Sie also, besonders im Sommer, häufiger aber weniger ein. So verhindern Sie, dass Ihr Einkauf verdirbt und letztlich im Mülleimer landet.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2018