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Low Carb: Was steckt hinter dem Trend?

Viele Menschen in Deutschland können mit dem Begriff „Low Carb“ nicht viel anfangen. Dabei hat der heutige Trend seinen Ursprung bereits im 19. Jahrhundert. Dahinter verbirgt sich eine stark kohlehydratreduzierte Ernährung. Warum diese Diät über so viele Jahre in Vergessenheit geraten ist, und erst seit etwa fünf Jahren wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerät, ist ungewiss. Man verspricht sich davon eine gesündere Lebensweise.

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Ein Konzept – viele Profiteure

Viele Menschen profitieren von einer kohlehydratarmen Ernährungsweise. Das hat auch die Industrie inzwischen erkannt. Zahlreiche Unternehmen bieten daher moderne Produkte für spezielle Zielgruppen wie etwa Sportler, Veganer oder Diabetiker an. Bei der Diät ohne Kohlehydrate sollen vor allem stärkehaltige Lebensmittel vermieden werden. Das bedeutet, dass zum Beispiel auf Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Zucker komplett verzichtet wird. Viele dieser Lebensmittel sind nicht nur für Spitzensportler unbekömmlich, sondern auch für ganz normale Konsumenten. Da wir es gewohnt sind, an nahezu jeder Straßenecke ein Brötchen kaufen zu können oder in der Mittagspause gerne eine nahrhaften Snack vom Schnellimbiss futtern, ist die Umstellung auf eine Low Carb Diät für viele Menschen eine große Herausforderung.

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Erfahrung zeigt: Eine Ernährung mit wenig Kohlehydraten ist besser

Jahrzehntelang hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Rahmen der Ernährungspyramide einen reichhaltigen Verzehr von überwiegend stärkehaltigen Produkten befürwortet. Erst kürzlich hat das Institut andere Richtlinien aufgestellt. Seitdem liegt der Hauptfokus auf Nahrungsmitteln, die wenige Kohlehydrate besitzen, darunter vor allem Blattgemüse. Dazu gehören in erster Linie sämtliche Sorten an Salaten. Aber auch Möhren, Paprika, Tomaten, Zucchini und vieles mehr aus der Gemüseabteilung wird gutgeheißen. An zweiter Stelle folgt Obst, wobei viele Obstsorten durchaus Kohlehydrate in Form von Fruchtzucker enthalten. Aus diesem Grund sollte Obst auch nur in Maßen konsumiert werden. Auf den klassischen Haushaltszucker sollte komplett verzichtet werden. Gerade für Fans von Keksen, Kuchen und Schokolade ein hartes Los! Gesunde Vollkornprodukte aus Dinkel, Roggen oder Hafer sind in geringen Mengen gestattet. Sie sollten jedoch nicht den täglichen Schwerpunkt in der eigenen Ernährung bilden.

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