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Öko-Test-Urteil "besorgniserregend": So schlecht ist abgepacktes Grillfleisch

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Antibiotika, antibiotikaresistente Keime und sogar Gammelfleisch - die Ergebnisse einer Öko-Test-Studie von abgepacktem, vormariniertem Grillfleisch aus dem Supermarkt, verderben einem jeglichen Appetit.

Sommer, Sonne, Garten und Grillparty - ein potentielles Gesundheitsrisiko, jedenfalls, wenn man das falsche Fleisch kauft. Denn das abgepackte und meist schon marinierte Grillgut spart zwar Geld und Aufwand, ist aber, laut der Öko-Tester, alles andere als appetitlich.

13 Schweinenackensteaks wurden untersucht, die Ergebnisse sind erschreckend: In vier Produkten wurden antibiotikaresistente Keime gefunden, in einem Rückstände von Antibiotika und zweimal war von Gammelfleisch die Rede. Das sind die schlimmsten Fälle - aber auch alle anderen Testprodukte schnitten mit schlechten bis sehr schlechten Noten ab.

Zwei von drei "Ja! Schweinenackensteaks" von Rewe waren, obwohl das Haltbarkeitsdatum noch nicht erreicht war, längst verdorben. Das Grillfleisch in Paprikamarinade habe "abweichend" gerochen und hatte an einigen Stellen graugrünliche Verfärbungen. Zudem wurden in dem Produkt Keime gefunden, die deutlich über dem Grenzwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie lagen.

Die anderen elf Test-Produkte waren zwar sensorisch gerade noch vertretbar, aber auch in diesen habe man eine hohe Konzentration an Keimen gefunden - in vier von diesen sogar antibiotikaresistente Keime. Laut Öko-Test seien diese gesundheitsgefährdend - einige könnten Wundinfektionen verursachen, andere würden Antibiotika unwirksam machen. Im Grill-Steak von Aldi Nord wurden sogar Rückstände eines Antibiotikums gefunden, welches auch Menschen verabreicht werde.

Eigentlich dürften, aus Sicht Sicht der Lebensmittelüberwachung, solche Produkte nicht mehr über den Ladentisch, und schon gar nicht auf unsere Teller wandern. Die Öko-Tester raten Verbrauchern eindeutig dazu, Biofleisch zu kaufen. Dieses schnitt im Test mit der Note "gut" ab. Übrigens auch, weil man die Tierhaltung und Schlachtung hier als "artgerecht" bezeichnen könne. Auf Marinaden solle man besser verzichten, meist verschleiere diese mangelnde Frische - und so einiges mehr, wie wir jetzt wissen.

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