Excite

Pferdefleischskandal: Das sollten Verbraucher jetzt wissen

Skandale rund ums Essen, seine Zubereitung und die Bedingungen unter denen Schlachttiere leben müssen, gibt es immer wieder. Jetzt im Pferdefleischskandal wird deutlich, dass Verbraucher selbst bei alltäglichen Lebensmittel wie Fleisch getäuscht werden können, denn egal wie gut die Deklaration von Nahrungsmitteln auf der Verpackung ist, mit dem Inhalt kann scheinbar immer geschummelt werden.

Verbraucherschutz gefragt

In gewisser Weise ist am Pferdefleischskandal beunruhigender, dass man sich offenbar die Mühe machen muss, Fleisch auf seine Herkunft zu untersuchen, als dass einmal jemand geschummelt hat. Denn die Untersuchungen zeigen damit, dass sie nötig sind und durchgeführt werden; dass man also eigentlich immer damit rechnen muss, von einem solchen Skandal überrollt zu werden.

Denn wer kann schon am Geschmack in einem Tiefkühlprodukt erkennen, ob das Tier, das dafür zu Hack verarbeitet wurde, vorher gemuht oder gewiehert hat? Viele Menschen haben heutzutage Schwierigkeiten, Schweine- von Rinderfleisch zu unterscheiden, wenn sie es am Stück in der Fleischtheke sehen. Wie sollen sie sich also selbst dagegen schützen, dass das falsche Fleisch oder sogar Krankmachendes in Fertiggerichten landet? Das ist unmöglich, deswegen sind Verbraucherschützer gefragt. Also Politiker, deren Aufgabe es ist, Bedingungen zu schaffen, unter denen diese arbeiten können. Ein anderer Aspekt, an dem die Politik arbeiten kann, sind die Bestrafungen, die diejenigen erwarten, die gegen Vorschriften verstoßen. Wer durch den Einsatz von falschem oder sogar gesundheitsschädlichem Fleisch viel Geld spart, wird sich nicht durch die geringe Möglichkeit der Entdeckung und die daraus resultierende geringe Strafe abschrecken lassen.

Bis dahin bleibt Verbrauchern nicht viel, um sich vor dem Fleisch zu schützen - außer es nicht zu kaufen.

Verpackungen genau lesen?

Wie jetzt beim Pferdefleischskandal hätte es auch niemandem genutzt, die Zutatenliste der Fertiggerichte genau zu studieren. Immerhin haben die Produzenten einfach gelogen - und mehr, als das Lügen unter Strafe zu stellen und jeden daraufhin zu kontrollieren, kann die Politik auch nicht tun. Verbraucher, denen dieser Skandal Angst macht, können versuchen, einen Biobauernhof zu finden, der ihnen das Fleisch direkt nach der Schlachtung verkauft und der ihnen wirklich vertrauenswürdig scheint.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017