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Vegetarier aufgepasst - 'Versteckte' Tierprodukte

Wer sich vegetarisch ernähren möchte, erlebt das je nach Phase als eher einfach oder schwierig. Ganz naiv muss ein Vegetarier immerhin nur tierische Produkte vermeiden und da fällt einem schnell das Hacksteak ein. Aber wie man es mit Eiern halten sollte (die immerhin quasi potentielle Hühner darstellen), ist knifflig. Wirklich schwierig ist es aber, sämtliche Bestandteile von Lebensmitteln zu kennen, die ein Risiko darstellen könnten.

Tierische Bestandteile

Zunächst muss man zwischen Vegetariern und Veganern unterscheiden: Während Vegetarier zwar kein Fleisch essen, aber beispielsweise Milch trinken, verzichten Veganer auf jegliche tierische Produkte. Viele Vegetarier haben zudem eigene Kritieren. Enige bezeichnen sich als Vegetarier, essen aber Fisch. Andere haben ein Problem mit Eiern, trinken aber Milch.

Alle möchten eigentlich zumindest nichts zu sich nehmen, für dessen Produktion Tiere getötet wurden. Das bedeutet aber oft, besonders aufzupassen.

Viele Hersteller haben den Trend erkannt und kennzeichnen Ihre Produkte mit einem grünen Blatt, wenn es vegetarisch oder vegan ist. Diesen Angaben kann man grundsätzlich auch vertrauen.

Aber kein Hinweis bedeutet nicht, dass etwas nicht vegetarisch ist. Stattdessen lohnt ein Blick auf die Zutatenliste. Ein bekanntes tierisches Produkt ist Gelatine, die meistens aus Tierknochen gewonnen wird und damit aus Gummibärchen ein nicht mehr so vegetarisches Lebensmittel macht.

Wer es wirklich ernst meint mit dem Vegetarier-Dasein muss sich aber noch weiter informieren: Bestimmte Farbstoffe, die meist nur als E-Nummer in Zutatenlisten auftauchen, werden aus zerquetschten Läusen gewonnen. Auch andere Bestandteile können kleine Tierchen beinhalten.

Irgendwo sollte dann allerdings doch eine Grenze gezogen werden, wie klein die berücksichtigten Tiere noch sein dürfen, denn früher oder später verlassen sich viele Lebensmittel auf Bakterien und andere winzige Lebensformen, die bei der Herstellung eines Produkts absterben.

Keine Panik

Selbst in eigentlich veganer Zartbitterschokolade dürfen eine bestimmte Zahl an kleinen Tieren auf jedes Kilogramm in der Schokoladenmasse gestorben sein - ganz lässt sich der Konsum von Tieren also nicht vermeiden.

Statt also fanatisch auf jeden solchen Bestandteil zu reagieren, kann man sich selbst vorab informieren und sich mich Produktionsweisen und Herstellung beschäftigen. Ein Vegetarier, der sich dann einmal eine Meinung zu zerstoßenen Läusen gebildet hat, muss fortan nicht mehr besonders aufpassen, sondern kann die E-Nummer geschwind für sich übersetzen.

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