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Zu rassistisch: Burger King Spot mit Mary J Blige zurückgezogen

Zur Zeit arbeitet Burger King an einem großen Imagewechsel. Nicht nur Burger-Liebhaber, sondern auch Frauen und Kinder sollen in den Fast-Food-Laden kommen und eine größere Auswahl vorfinden. Das was McDonald's mit Salaten, Cookies und Café bereits vor Jahren eingeführt hat, will nun auch der ewige Zweite. Burger King selbst nennt die neuen Angebote die größte Neuerung in seiner 58-jährigen Geschichte und nicht nur die Speisekarte - auch die Restaurants sollen umgestaltet werden.

Aus diesem Grund startete Burger King eine neue Werbekampagne in den USA, für welche das Unternehmen unter anderem die Testimonials David Beckham, Steven Tyler, Salma Hayek und die Sängerin Mary J. Blige für sich gewinnen konnte. Der Spot von Mary J Blige sorgte aber in den letzen Tagen für viel Ärger und wurde jetzt sogar zurückgezogen.

Der Werbeclip sei zu rassistisch. Doch was passiert im Spot? Ein Kunde bestellt den neuen Crispy Chicken Wrap und will wissen, woraus dieser besteht. Hier erscheint die Sängerin Mary J Blige und rapt die Zutaten des Chicken Wraps. Und das ist der Punkt - denn hier wird anscheinend mit einem Klischee zu viel gearbeitet. Einige afroamerikanische US-Bürger sind zutiefst beleidigt, da sie hier für ihre frittierten Hühnchen-Vorliebe diskriminiert werden.

Burger King zog die Werbung zurück, nennt dafür aber Musik-Lizenz-Gründe, geht nicht auf die Rassismusvorwürfe ein und hofft den Clip bald wieder ausstrahlen zu können. Nicht klar ist, ob sie den Werbeclip ändern werden. Auch Mary J Blige meldete sich mittlerweile zu Wort und erklärte: "Ich war einverstanden, ein Teil einer unterhaltsamen und kreativen Kampagne zu sein. Angeblich sollte in dem Clip eine Traumsequenz gezeigt werden, aber das passiert da leider nicht. Ich verstehe, dass meine Fans aufgeregt sind. Aber wenn man ein Mary-Fan ist, dann müsste man eigentlich wissen, dass ich nie einen unfertigen Spot so rausgehen lassen würde."

Burger King ignoriert also den Rassismusvorwurf, während Blige die Vorwürfe nachvollziehen kann? Ist der Clip bzw. diese Assoziation zwischen afroamerikanischer Sängerin und frittierten Hünchen tatsächlich so diskriminierend? Viele Internetuser finden die Reaktionen übertrieben. Aber seht selbst, hier der Burger King Clip mit Mary J. Blige:

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